Was ist Reizdarm (IBS)?

Ursachen und Symptome

Bisher konnte noch nicht vollständig geklärt werden, was die genaue Ursache des Reizdarm-Syndroms ist. Bekannt ist derzeit nur eine höhere Empfindlichkeit des Darms von Reizdarm-Patienten, die zu den typischen Symptomen führt. Es handelt sich nicht um eine krankhafte Veränderung des Darms.

Die Fakten zum Reizdarm-Syndrom

Mit der Diagnose Reizdarm – im Englischen bekannt als „Irritable Bowel Syndrome“, kurz IBS – sind Sie nicht alleine. Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz kennen zumindest vorübergehend Reizdarm-Symptome aus eigener Erfahrung. Jeder Fünfte muss sich länger mit dem Reizdarm-Syndrom plagen.

Zu den Faktoren, die für eine erhöhte Empfindlichkeit des Darms verantwortlich sein können, gehören:

Stress
Weit verbreitet ist die Annahme, dass Stress und Ängste einen Reizdarm verstärken. Probleme in der Arbeit, ein Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis oder eine Scheidung – all diese Situationen sind mit Stress verbunden und können den normalen Rhythmus des Verdauungstraktes stören.

Krankheit
Ursächlich für einen Reizdarm kann auch ein Magen-Darm-Infekt (wie z.B. die Ruhr) sein. Wenn bei Ihnen nach einer Krankheit dauerhaft Probleme mit dem Darm bestehen, kann die Ursache auch die zurückliegende Erkrankung sein.

Ernährung
Nicht nur was Sie essen, sondern auch die Art und Weise wie Sie essen kann sich auf Ihren Verdauungstrakt auswirken. So kann eine ballaststoffarme und fetthaltige Ernährung oder der vornehmliche Verzehr von stark verarbeiteten Nahrungsmitteln der Auslöser eines Reizdarms sein. Aber auch sehr schnell eingenommene oder unregelmässige Mahlzeiten wirken sich auf den Darm und seine Funktionsweise aus.

Hormone
Hormonelle Veränderungen können Reizdarm-Symptome verstärken. So leiden beispielsweise viele Frauen während der Menstruation unter Verstopfung oder Durchfall.